Visitenkarten aus Holz

Da wir im Eigenbaukombinat regelmäßig ungewöhnliche Projekte umsetzen, ging es diesmal darum Visitenkarten nicht aus Papier, sondern aus Holz zu fertigen.

Ich hab mich für das in Europa verbreitete Standardformat von 85 x 55mm entschieden und kurzerhand ein paar Rohlinge auf der CNC-Fräse zugeschnitten. Die Ecken habe ich dabei mit einem Radius von 2mm abgerundet. Am günstigsten ist zwar Pappelsperrholz in 4mm, aber relativ dick.

Schöner ist dann Flugzeugsperrholz in 1mm oder 2mm Dicke, welches leider rund 40 EUR/m² kostet. Da landet man mit etwas Verschnitt schnell bei 0.30 EUR/Stück nur für das Holz. Die reine Fräszeit pro Rohling beträgt dafür weniger als eine Minute.

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Für die fertigen Rohlinge fertigt man eine Vorlage für den Lasercutter im SVG-Format an. Für die Vorderseite habe ich die Standard-Schrift aus QCAD genommen, die eine einfache Linienschrift ist. Die Rückseite ziert unser Logo samt Schriftzug mit URL. Das fertige Ergebnis sieht dann zum Beispiel so aus:

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Da normale Windowsschriftarten nur als Kontur vorliegen, ist für eine gefüllte Schrift das Programm Inkscape mit zusätzlichem hatch fill plugin erforderlich. Dadurch steigt die Zeit auf dem Lasercutter auf rund 5 Minuten pro Visitenkarte.

Insgesamt landet man bei zwei Euro pro Visitenkarte, wenn man etwas Zeit mitbringt und das bei uns bereits vorhandenes Wissen in die Umsetzung steckt. Wer jetzt unbedingt auch eine haben möchte: Ich habe noch zwei oder drei Rohlinge übrig. ;)


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