Spielzeugmöbel aus Holz für das Freigelände

Kinderspiel- Möbel für Kindereinrichtungen (Freigelände)

Johannes G. Pfeil zu Halle (Saale),  hat eine Spiel- Möbelgarnitur angefertigt, die im Freigelände eingesetzt werden kann.  Diese wird in der Kindereinrichtung genutzt und wird ab 2018 als Sachspende übergeben.

Die Anfertigung einer Spielzeugmöbel-Garnitur aus Holz ist nicht ungewöhnlich für den Deutschen Holzfreund. Hier eine Serie von Puppenstubenmöbel. Da eine andere Serie für die Kindsgruppen… Was jedoch, wenn die Möbelstücke „ganz bewusst“ im Freien eingesetzt werden sollen? Da bedarf es einiger Grundkenntnisse im Spielzeugbau.
In freier Natur sollen die Teilnehmer/innen pädagogisch betreut werden. Dazu gehört es, Wohnsituationen spielerisch darzustellen. Die Anschaffung solcher Holzteile ist kostenintensiv. Vor allem sind bisherige Holzspielzeuge nicht für das Freigelände geeignet.
In unserem Fall hieß es erst kürzlich; „zum Möbel- Test einen Eimer Wasser bitte“… Das Wasser wurde auf die Möbelteile geschüttet.
Ferner tat der Wetter- Gott sein übliches. Denn es prasselte eine ganze Nacht der Regen über die deutsche Saalestadt herunter. So mussten die Holzmöbel ihre Haltbarkeit beweisen.  –Staatliche Einrichtungen bzw. einige Bundesländer in Deutschland lassen ja sogar Ihre Mitarbeiter im Regen stehen! (gewerkschaftliche Anmerkung).–

Die Konzeption dieser Teile stammt aus dem Jahre 2006. Erst in 10/ 2013 begann der Projektverantwortliche eine Tätigkeit in verschiedenen (staatlichen) Kindereinrichtungen. Hier zeigte sich der große (Nachhole)Bedarf zur Anschaffung von Spielzeugen. Eine von Hand angefertigte Serie war da empfehlenswert.
Die Grundidee für die Anfertigung dieser Teile hatte folgenden Hintergrund;

1. In den Einrichtungen fehlen Geldmittel (!)

2. Für das Freigelände gibt es so gut wie kein Spielwarenangebot, der       Projektverantwortliche lehnt „Plastmüll“ für die KiTa ab

3. Es sollten Teile mit Mehrfach- Zweck- Effekt entstehen

4. Dem Kind sollte ein schnelles Aufbauen mit „Fertigteilen“ möglich sein.

5. Der Maßstab ist nicht entscheidend. Jedoch sollten für Holzhäuser (Spielhäuser) im Freigelände kleine Möbelgegenstände vorhanden sein. Nach bisherigen Erfahrungen befinden sich in den Freigelände-Hausbauten  keine Innen- Möbel.

Merke: zu beachten ist die überwiegende Aufsichtspflicht. Da das „Hineinrümpeln“ von Gegenständen in Holzhäuser im Freien nicht gestattet ist.= Unfallgefahr.
Die Teile sind Regenfest. Sind jedoch für die Dauer im Freigelände nicht haltbar. Diese gehören also nach Ende des Spieltages in den üblichen „Geräteschuppen“!

Die Teile haben ein Eigengewicht von ca. ½ kg, 1 kg bzw. 2 kg. Daher „verbleiben“ diese meist auf den Boden. Und werden nicht etwa als „Wurfgeschoss“ durch das Kind missverstanden.
Die Farbgebung liegt im Ermessen zwischen „kindesbewusstem Anstrich“ und der Vermeidung sonst üblicher greller Farben. Die Teile sind nach verschiedenen Fakten Konzipiert;
symmetrisch Maße (Kleinteile passen in die nächst größeren)
Konstruktiv sinnvoll (in einander steckbar bzw. von mehreren Seiten fügend), daher ist eine Turm- Hoch- Stellung möglich (vergl. Bild)
Werden diese mit einfachen Holzbausteinen „befüllt“ so können andere Kleinobjekte entstehen. (Haus/ Garage, Turm, Brückenpfeiler, Tunnelobjekt)…

  • Alle Maße der Leer- und Innenräume wurden in jeweiligen Holzbaustein- Größen, bisheriger KiTA – Holzbaustein- Kästen angelegt.
  • Diese Maße sind z.B. Breite 5 cm auf 7/10/ 12`er Länge. Oder: bei Breite 7 auf 10/ 12 und 15`er Länge. Bei den Großbaukästen (Rollcontainer) sind auch die 30`er Langholzbausteine enthalten. Hier ist eine Deckung der 2 vorhandenen „Bett- Körper“ möglich. Die Bausteine passen genau „brückenbezogen“ quer auf die Stabeinlagen.
  • Hier einige Fakten;
    Gewicht, ca. ½ , 1 oder 2 kg
    Holz in Dicke von 1,8 cm Seitenteile, 2,5 cm alle Pfosten (Bett)
    Holz in Dicke 1,5 cm Tischscheibe/ 2 cm Pfosten
    Ohne zugehörige Bestuhlung (Tisch)
    Die Oberfläche ist (begrenzt) kratzfest bzw. Schlagfest
    Und Wasserabweisend (das Wasser perlt ab)
  • Die Lackfarbe wurde in Halle hergestellt (produziert in Sachsen- Anhalt)
    Die Lackierung erfolgte im 3- Schrittverfahren, nach jeder Lackierung 15 min. Pause zur Aushärtung und Fortsetzung
    Der ausgehärtete Lack verträgt laut Angaben des Herstellers Temperaturen von -20 C bis +90 C .

 

Die Aufnahmen oben zeigen eine Bildauswahl aus den Anfängen der

Fertigung

Die Aufnahmen oben zeigen den Wasser- Test im Freien, es regnete
dauerhaft.

 

 Wichtige Hinweise für den Nachbau:
Lieber Holzfreund,
über einen Nachbau/ einer „Kopie“ dieser hier gezeigten Modelle, durch dich, würde ich mich sehr freuen!

Über Johannes G. Pfeil

Religion; Öffentlich bekennender ExChrist- und Glaubensaussteiger

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.