Noch eine Kiste: Papierhandtuchspender

Für Besucher werden im Eigenbaukombinat Papierhandtücher vorgehalten. Bislang lagen diese lose auf einer Ablage über dem Waschbecken – kein schöner Anblick. Darüber hinaus wurde mehr Papier als notwendig verbraucht. Ein Handtuchspender sollte Abhilfe schaffen. Kommerzielle Angebote aus Kunststoff oder Stahlblech versprühen den Charme einer Bahnhofstoilette. Eine selbstgebaute Holzkiste würde mehr Gemütlichkeit spenden.

Als Material wurde Pappel-Multiplex gewählt. Mit der Materialstärke von 12 mm verbindet sich die Hoffnung auf Standsicherheit auch für Benutzer, die nach einer Schicht an der Feldschmiede ihre Hände reinigen wollen. Schöner Nebeneffekt der oppulenten Wandstärke: Trotz des günstigen Materials wirkt der Spender wertig. Unterstrichen wird das durch Kupferscharniere nebst Kupferschrauben, -muttern und … -unterlegscheiben. Die Kiste soll schließlich den rauen Bedingungen in der Nasszelle widerstehen!!!111einself . Die Personalisierung erfolgte durch Lasergravur. Ein erster Funktionstest offenbarte Deckelklappern bei Papierentnahme. Abhilfe schafften Verschlussmagnete von Zigarettenpapierheftchen, die dank ihres Durchmessers von 5 mm bündig in die Vorderwand eingeklebt werden konnten. Zusammen mit vier Schrauben im Deckel halten sie die Kiste bei Benutzung sicher geschlossen. Das Finish erhielt die Kiste durch Hartwachsöl. Die Kosten für Material und Maschinenzeiten (CNC-Fräse und Lasercutter) lagen bei ca. 25,- €. Die Vorlage für 3,175 mm-Fräser (1/8 Zoll) findet sich hier.

4 Kommentare:

  1. Hallo zusammen,
    hab euren RSS Feed abonniert und finde dort immer wieder interessante Artikel und Projekte.
    Da ich selber eine CNC Fräse in Einsatz habe (Shapeoko 2), wollte ich fragen welche Fräse ihr verwendet. Denn meine 1/8″ Fräse können max. Material bis 8 mm bearbeiten. Bzw. kennt ihr auch z.B. 1,5mm Fräse (mit einem 3,1mm Schaft), die eine längere Schneide haben?
    Servus Markus

    1. Hallo Markus,

      wir verwenden eine große Fräse von BZT mit 1400mm x 1000mm.
      Der Verfahrweg beträgt in Z-Richtung rund 100mm, in der Regel fräsen wir aber nur Material bis ca. 18mm Dicke.

      Einerseits kann unsere 1kW Frässpindel nicht zu dicke Fräser antreiben, andererseits müssen überlange Fräser eine hinreichende Dicke haben, um nicht zu leicht abzubrechen.

      Wir verwenden daher, wie Henry schon geschrieben hat, Fräser im 1/8″-Schaft, die auch diesen Durchmesser haben. Dadurch kann man auch mit normal langen Fräsern bis ca. 18mm Tiefe fräsen, auch wenn die eigentlichen Schneidenlänge dabei nur 7-8mm beträgt.

      Dabei ist aber unbedingt auf eine funktionierende Absaugung achten, bzw. manuell nachzusaugen, da der Spanauswurf dann nicht funktioniert.

      Alternativ gibt es im Fachhandel auch z.B. 1,5mm Fräser in Sonderlänge mit 12mm Schneidenlänge. Für alle Bedürfnisse darüber muss man dann auf 3.175mm oder sogar 6mm Fräser ausweichen, die dann aber ein ganz anderes Fräsbild ergeben, und auch andere Parameter erfordern.

      Viele Grüße,
      Roberto

  2. Hallo Markus,

    schön zu hören, dass Du mitliest. Am häufgsten sind bei uns, denke ich, die 3.175 mm diamandverzahnten Fräser im Einsatz. Da Fräskopf und Schaft den gleichen Durchmesser haben, kommt man damit auch durch dickeres Material.

    Beste Grüße

    Henry

  3. Hallo,

    ich bin durch die Suche nach CNC auf eure Seite gestossen. Vielen Dank für die Bereitstellung der Tissue Box. Wenn ich die dxf in bcnc lade wird sie auch wunderbar angezeigt. Für den Fräsweg muss ich da flat, inside oder outside wählen? Mit outside scheint die “Zahnung” nicht zusammen zu passen

    viel Spass noch

    Jens

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.