Korbflechten aus Karton

Kartons fallen immer mal wieder an, ob als Versandverpackung oder ausrangierter Umzugskarton. Statt wegwerfen, kann man sie auch prima recyceln und in einen Korb verwandeln. Auch Kindern macht es Spaß, man muss ihnen aber ein bisschen helfen, es wird fummelig!

Benötigt wird ein Karton, mindestens 11 Klammern, was zum Malen, etwas Garn, eine ordentliche Schere und eine große Nadel.

Zunächst schneidet man den Karton in möglichst gleich breite Streifen von etwa 2-3 cm Breite. Man benötigt für die hier gezeigte Variante 10 Streifen mit etwa 80-90 cm Länge und 7 Streifen mit etwa 100 cm Länge. Hat man keinen so großen Karton da, kann man auch einen kleineren nehmen, man muss nur die Streifenbreite verringern.

Damit das Ergbnis nicht so langweilig wird, kann man, wenn man nicht gerade sowieso einen bunten Karton hat, ihn vor oder nach dem Schneiden bemalen:

Karton flechten 1
Eine Menge Kartonstreifen. Es gab viel Unterstützung beim Bemalen.

Die kürzeren Streifen werden für den Boden verwendet. Zunächst nimmt man vier Streifen, zwei waagerecht, zwei senkrecht, mit der bunten Seite nach unten, und legt sie miteinander über Kreuz, so dass sie abwechselnd oben drüber und unten drunter langführen. Dann werden nach und nach die anderen sechs Streifen jeweils an den Seiten hinzugefügt, ebenfalls abwechselnd drüber und drunter geflochten. Die Ecken kann man am Ende mit Klammern fixieren.

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Der Boden ist fertig.

Es ist gut, wenn man die Streifen schön fest miteinander verbunden kriegt, dann wird der Korb stabiler. Beim obigen Foto sieht man bei den unten rausguckenden Streifen, dass der linkeste Streifen (von Klammer gehalten) oben liegt und der nächste weiter rechts von einem Querstreifen übergedeckt wird.

Als nächstes kommen die Seitenwände. Man nimmt einen langen Streifen, bunte Seite nach außen, und flechtet ihn einmal um den Boden herum, dabei biegt man die Boden-Streifen, die zuletzt überdeckt waren, hoch, über den neuen Seitenstreifen drüber, knickt ihn wieder runter und fixiert den Bodenstreifen jeweils mit einer Klammer. An den Ecken muss der Seitenstreifen an der richtigen Stelle und möglichst knapp geknickt werden, damit es stabil wird. Wenn man einmal rum ist, sollte das Ende des Streifens seinen Anfang überdecken und versteckt enden, zur Not wird es später abgeschnitten.

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Der erste Seitenstreifen ist einmal drumrum geflochten.

Die nächsten langen Streifen werden genauso geflochten, dabei werden die Seitenstreifen bei Bodenstreifen, die zuletzt überdeckt waren, nach hinten geflochten und bei den nicht überdeckten nach vorn. Die nach hinten geflochtenen Streifen werden über den Seitenstreifen zurückgeknickt und mit einer Klammer fixiert. Die Bodenstreifen muss man ab und zu nach oben festziehen, damit es, wie schon gesagt, stabil wird.

Vier Seitenstreifen sind schon geschafft.
Vier Seitenstreifen sind schon geschafft.

Ist der Korb hoch genug, wird der Abschluss gemacht. Zunächst wird der Rand befestigt. Mit festem Garn näht man einfach eine Runde um den Rand herum und heftet so erstmal den letzten Seitenstreifen mit den Bodenstreifen zusammen.

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Wenn man genau hinguckt, sieht man, wie die Nadel gleich durchsticht 🙂

Es muss gar nicht schön genäht werden, man sieht es später sowieso nicht. Die überstehenden Bodenstreifen können jetzt abgeschnitten werden, sie können knapp unter dem Rand aufhören.

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Als nächstes wird der oberste Rand von außen und von innen mit je einem weiteren Streifen verstärkt. Die Streifen werden drumherum bzw. innen lang gelegt (bunte Seite nach aussen) und mit Klammern etwas fixiert. IMG_2601_klein

Dann werden die drei Schichten mit schönem, dicken und langem Garn mit einem Schlingstich oder etwas ähnlichem miteinander zusammengenäht:

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Fertig! In diesem Korb lässt sich einiges verstecken:

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