Nachlese: 6. Aufbaukurs Holzwerken

Nachlese: 6. Aufbaukurs Holzwerken

Am 11. Oktober 2015 war es wieder soweit, der „Aufbaukurs Holzwerken“ fand statt und es wurden Küchenbrettchen angefertigt. Am Anfang wurde das Material ausgewählt: Kirsche, Nussholz und Esche? Für Kirschholz ist ein golden-rötlicher Farbton charakteristisch, Nuss ist eher kräftig-dunkelbraun und Esche ist ein sehr schönes helles Holz.

Nachdem auf der ausgewählten Bohle die Form des späteren Brettchen aufgezeichnet wurde, konnte dieses mit der Tauchsäge grob als Rechteck ausgesägt werden. Bei der Tauchsäge ist zu beachten, dass für Längsschnitte ein grobes Sägeblatt mit 12 Zähnen, bei Querschnitten hingegen ein feines mit 48 Zähnen verwendet wird.

Der nächste Arbeitsschritt ist das Hobeln. Damit dies auch gelingt darf das Brettchen für den Hobel nur maximal 25 cm breit sein und die Schnitte mit der Tauchsäge müssen parallel gesägt sein. Zum Hobeln haben wir uns Lehrvideos angesehen, damit der Hobel auch richtig verwendet wird. Dabei ist besonders auf die Sicherheit und die Handstellung zu achten, um alle Finger zu behalten. 😉

Zuerst muss der Rohling abgerichtet werden, das heißt die erste Seite wird flach über den Hobel geschoben und „abgerichtet“. Wenn möglich sollte dabei immer in Baumwuchsrichtung gehobelt werden, um Ausrisse zu minimieren. Im zweiten Schritt wird der Hobel als Dickenhobel benutzt und die Brettchen mit der schon abgerichteten Seite nach unten durchgeschoben. Alle beiden Seiten sind dann parallel und das Brettchen hat eine einheitliche Dicke erhalten.

Die nächste Maschine, die Verwendung findet, ist die Bandsäge, zu der zuerst wieder Lehrvideos angeschaut wurden, um die Sicherheit für Mensch und Material zu gewährleisten. Da durch das Hobeln natürlich auch die Zeichnung der Form verschwunden ist, wurde diese noch einmal nachgezeichnet, ggf. angepasst und anschließend mit der Bandsäge ausgesägt. Nun war schon ganz gut zu erkennen was es denn am Ende mal werden soll.

Wie schon im Grundkurs gelernt, wurde das Brettchen mit dem Tellerschleifer nachgeschliffen und mit der Tischfräse wurden noch die Kanten abgerundet. Wer wollte konnte noch ein Loch hinein bohren und dieses mit der Fräse abrunden: Dieses kann dann beispielsweise als Eierbecher verwendet werden.

Zum Schluss wurden die Brettchen mit dem Exzenterschleifer mit den Sandpapierstufen 120, 180, 240 und 400 geschliffen und im letzten Arbeitsschritt eingeölt. Die Bretter müssen danach mindestens 24 Stunden trocknen. Das Einölen muss dann noch zweimal wiederholt werden.

Und fertig sind die Nuss-, Kirsch- und Eschebrettchen!

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